Existentielle Kynologin

Über mich


Vita – Die existenzielle Kynologin

Geboren 1970 in Mülheim an der Ruhr, wurde ich schon früh durch Neufundländer geprägt, die Ende der 1970er Jahre in mein Leben traten und mich seitdem begleiten. Bereits in jungen Jahren entwickelte ich den Wunsch, das Verständnis zwischen Mensch und Hund zu vertiefen. Diesen Wunsch verfolgte ich zunächst praktisch: Nach dem Abitur absolvierte ich eine Ausbildung in einem Hundesalon, den ich später übernahm. Diese Tätigkeit ermöglichte mir einen einzigartigen Einblick in die Vielfalt der Hunderassen und die Zusammenhänge zwischen Haarkleid, ursprünglichem Verwendungszweck und Verhaltensweisen. Die Beobachtung der Hunde "durch die Schere" schärfte mein Verständnis für die evolutionär bedingten Unterschiede in Struktur und Funktion des Fells und deren Einfluss auf das Wesen der Tiere. Die Perspektive des Hundefriseurs hat meinen Blick auf die Kynologie um eine wertvolle Dimension erweitert und mein Wissen um die Zusammenhänge von Rasse, Funktion und Verhalten nachhaltig geprägt.

Mein Wissensdurst führte mich zu einem Studium der Geologie, um die evolutionären Wurzeln der Mensch-Hund-Beziehung zu ergründen, sowie der Psychologie, Sozial- und Erziehungswissenschaften, um das soziale Verhalten von Mensch und Hund umfassend zu verstehen. 1998 schloss ich mein Studium der Tierpsychologie mit dem Schwerpunkt Ethologie des Hundes ab.

Die jahrzehntelange praktische Arbeit mit Hunden, gepaart mit meinem akademischen Verständnis der Paläontologie, Psychologie und Sozialwissenschaften, offenbarte mir nicht nur die Komplexität der Mensch-Hund-Beziehung, sondern auch weitreichendere philosophische Dimensionen. Ich erkannte, dass die Kynologie exemplarisch für größere existenzielle Fragen stehen kann – Fragen nach unserer Rolle in der Natur, nach Evolution und Koexistenz. Für mich ist die Kynologie nicht nur die Lehre vom Hund, sondern ein einzigartiges Prisma, durch das ich die großen philosophischen und evolutionären Herausforderungen unserer Zeit betrachte. Sie bietet eine ganzheitliche Perspektive, um die Dynamiken von Anpassung, Beziehung und sozialem Gefüge zu ergründen, die weit über die Spezies Hund hinausweisen.

Neben meiner Arbeit als Hundefrseurin engagiere ich mich leidenschaftlich im Vereinsleben. Besonders stolz bin ich auf meine Mitwirkung am Aufbau der Wasserarbeit als Leistungshundesportart in Deutschland, ein Projekt, das mir sehr am Herzen liegt. Im Laufe der Jahre kamen weitere Aufgaben hinzu, darunter die Ausbildung zur Übungsleiterin, die Qualifikation als Leistungsrichterin und verschiedene Ehrenämter, wie die Leitung der Neufundländer Wasserarbeitsgruppe NRW.

Für mich ist die Arbeit mit Hunden weit mehr als ein Beruf – sie ist eine Herzensangelegenheit. Die Stärkung der Verbindung zwischen Mensch und Hund, das tiefere Verständnis für ihre Bedürfnisse und das gemeinsame Wachstum sind für mich eine Lebensaufgabe. Nach 30 Jahren intensiver praktischer Arbeit ist es mir nun ein tiefes Anliegen, diese einzigartige Synthese aus gelebter Erfahrung und existenzieller Reflexion in schriftstellerischer Form zu teilen. Es ist der Wunsch, die gewonnenen Einsichten über die Mensch-Hund-Beziehung als Spiegel für umfassendere gesellschaftliche und evolutionäre Fragen zu nutzen und so einen Beitrag zum vertieften Verständnis unserer Welt zu leisten. Meine Perspektive, geformt durch die einzigartige Kombination aus der "Schere des Hundefriseurs", dem Blick der Tierpsychologin, der philosophischen Tiefe einer Person mit naturwissenschaftlichem Interesse und psychologischem Denkansatz, wird zudem maßgeblich durch meine Arbeit in Vereinen und Verbänden beeinflusst. Diese sehe ich als große Feldstudie in Gruppendynamik, in der die einzelnen Ebenen wie Prismen unserer Gesellschaft wirken. All das ermöglicht eine ganzheitliche Betrachtung, die die Kynologie zu einem Ausgangspunkt für weitreichende existenzielle Erkenntnisse macht.

Nicole Haberer-Diedrichs - im Hundesport 

Geboren 1970 und tief verwurzelt am schönen Niederrhein, teilt Nicole ihr Leben mit ihrem Mann, drei sanften Neufundländern und zwei schnurrenden Katzen. Ihre Leidenschaft für die Wasserarbeit begann bereits 1996 und ist seither ein zentraler Bestandteil ihres Lebens. Ihr Engagement in diesem Bereich ist beeindruckend: Sie ist Obfrau für Wasserarbeit, Erziehung und Ausbildung sowie Obfrau für Wasserarbeit im DVG Landesverband Hessen-Rheinland-Pfalz. Seit 2015 ist sie zudem eine international anerkannte Leistungsrichterin für Wasserarbeit. Darüber hinaus ist Nicole aktives Mitglied der VDH Wasserarbeitskommission, erste Vorsitzende der Neufundländer Wasserarbeitsgruppe NRW und stolze Mannschaftsführerin des Wasserarbeitsteams Germany